Punt
und Ophir: das sagenhafte Goldland des Altertums
-- Neue Überlegungen zu deren Lokalisierung und die
Herkunft der ägyptisch-arabischen Israeliten --
Zum Gedenken an
Papst Johannes Paul II. (1920-2005), dem Großen (hiermit), dem Überwinder des
sowjetischen Kommunismus und dem Mediator der Welt-Religionen.
mit 6 Abb.
von
Dr. Dieter Ortlam,
Dir. und Prof.
(Postfach 102701,
D-28027 Bremen)
Copyright beim Autor, alle Rechte vorbehalten
Schlagworte: Punt, Ophir, Goldland, Pharao, Noah,
Sem, Ham, Japheth, Sahure, Thutmosis I., Thutmosis II., Hatschepsut, Thutmosis
III., Ramses II., Siamun, Salomo, Tascheri, Basemat, Taphat, Bilkis, Makeda,
Menilek I., Nebukadnezar II., Kyros II., Haile Selassie I., Hiram, Jakob,
Moses, Reguel-Jetro, Israeliten, Negus-Dynastie, Deir el-Bahari, Fernhandel,
kontinentale Seidenstraße, marine Seidenstraße, Phönizier, Seevölker, Kelten,
Wikinger-Schiff, Dhau, Hansekogge, Ezeon Geber, Eiloth, Ophira, Sharm el Sheik,
Aquaba, Schilfmeer, Arabische Bucht, Rotes Meer, Ägyptisches Meer, Sinai,
Palästina, Ägypten, Groß-Ägypten, Kusch, Nubien, Vorderasien, Zweistromland,
Babylonische Gefangenschaft, Asir, Reicharabien, Midian, Jemen, Oman,
Äthiopien, Eritrea, Afar, Somalia, Puntland, Sokotra-Insel, Simbabwe, Afrika,
Indischer Ozean, Monsun-Winde, Indien, Calicut, Taprobane-Insula, Radnapura,
Tarsis, Ceylon, Südostasien, Malakka-Straße, Srivijaya, Malaysia, Sumatra,
Minankabao, Gunung Ophir, Thailand, Birma, China, endemische Waren, Gold,
Silber, Zinn, Edelsteine, Rubine, Saphire, Topase, Pfauen, Rhesusaffen,
Makaken, Meeresfische, Leoparden, Sandelholz, Pfeffer, Weihrauch, Myrrhe,
Gewürze, Zimt, Elfenbein, Strauss, Zheng He, Vasco da Gama, Santiago de
Compostela, Bota fumera, Bota miera, Ägyptisches Reich, Bibel, Arabische Wüste,
Moses-Berg, Horeb-Berg, Khattarin-Berg, Katharinen-Kloster, Sinai, Nebo-Berg,
Amoriter, Kanaan, Palästina, Jericho, Goldenes Kalb, Vulkanismus, Erdbeben,
Geologie, Plattentektonik, Petrographie, Lagerstätten, Goldseifen, Gold-Nugget,
Jordan, Hydrogeologie, Wüstenlack, Granit, Schrift-Granit,
minäisch-südsemitische Schrift, hieroglyphische Schrift, hieratische Schrift,
Zehn Gebote, Jahwe, Gott, Gesetzestafeln, Bundeslade, Manna, Wasserschlagen,
Gelobtes Land, kategorische Menschheitsgebote, Vermeidung, Verminderung,
Verwertung, Verbrennung, Verbindung, Verlagerung, Kulturschutzgebiete,
Gorbatschow.
1. Vorbemerkung
Die nachfolgenden Ausführungen wurden durch den Autor in
jahrzehntelangen, interdisziplinären Studien und Forschungen z. T. vor Ort
entwickelt. Sie sind weder gegen irgendwelche Weltreligionen noch gegen
irgendwelche -- eventuell betroffene – Völker gerichtet. Sie verfolgen allein
das Ziel, neue Denkanstösse in den verschiedenen Fachdisziplinen zur
Wahrheitsfindung anzuregen und eingefahrene Ansichten kritisch zu hinterfragen.
Sie könnten vielleicht in Zukunft (in der „Nach-Bush-Ära“ ab 2009) die Basis
für ein friedlicheres Miteinander von Weltreligionen und Völkern sein, die doch
so viele Gemeinsamkeiten in ihren Wurzeln aufweisen. Alleine Noah mit seinen Söhnen
Sem, Ham und Japheth sollten als gemeinsame Stammväter der Völker des
ehemaligen „Fruchtbaren Halbmondes“ nach den großen weltweiten
Sintflutereignissen als wahrscheinliche Folge eines Impakt-Geschehens (nicht
die von Y. MART & W. RYAN propagierte, lokale Dardanellen-Bosperusflut des
Schwarzen Meeres vor 7500 Jahren = 5500a v. Chr.!) angesehen und für einen
einigenden Friedensprozess gewürdigt werden. Neue Reflexionen zu den
eigentlichen Ursachen der heutigen globalen Konfliktherde sind von den politischen
Entscheidungsträgern gefordert und wären als Basis für zukünftiges Handeln und
Nichthandeln von großem Nutzen. In der bisherigen Geisteshaltung und der
mangelnden gegenseitigen Toleranz liegt nämlich das eigentliche Problem bei der
fortschreitenden Globalisierung. Außerdem spielt der zunehmende Wassermangel im
Nahen Osten eine bedeutende Rolle für potentielle Auseinandersetzungen. Daher
bedeutet aktive und innovative Wasserforschung, einen wichtigen Beitrag zum
Frieden für die Zukunft zu leisten, was bisher kaum wahrgenommen wird.
Auch die vom Autor neu eingeführte Idee der Schaffung von
Kulturschutzgebieten (ORTLAM 2000) sollte u. U. dabei Berücksichtigung finden,
um neue, dringend überfällige mentale Grundlagen primär zu schaffen.
Bekanntlich lassen sich mit kriegerischen Auseinandersetzungen in Zukunft auf
Dauer keine Konflikte mehr lösen, sondern schaffen nur neue Probleme. Auch hier
wäre eine gewisse Nachhaltigkeit im Denken als Grundlage zu weltweiten
Entspannungen angebracht. Dazu bedarf es aber aufgrund der rasanten
Weltbevölkerungsentwicklung dringend überfälliger Überlegungen zu einer
nachhaltigen Beachtung der fünf wichtigsten Problemkreise der heutigen
Menschen (= kategorische Menschheitsgebote) nach ihren unabweisbaren
Prioritäten (Bibel, Genesis: „Macht Euch die Erde untertan!“; UNEP 2007):
- Dem
Gebot der nachhaltigen Luftreinhaltung (einschließlich anthropogener
Klimabeeinflussungen)
- Dem
Gebot der nachhaltigen Versorgung mit sauberem Süßwasser (u. a. zum
Trinken inklusive Hygiene und zur Nahrungsmittel-Produktion)
- Dem
Gebot der nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln (u. a. Erschließung
neuer Brauchwasser-Vorkommen für nachhaltige Bewässerungen)
- Dem
Gebot der nachhaltigen Versorgung mit Energie (u. a. Entwicklung der
regenerativen Energien von Sonne und Erde mit dem bisherigen Einmal-Kredit
der fossilen Energien)
- Dem
Gebot der nachhaltigen Versorgung und Umgang mit Rohstoffen (u. a. Erze,
Steine, Erden und regenerative Energien) unter Beachtung der sechs V´s:
Vermeidung, Verminderung, Verwertung, Verbrennung,
Verbindung und Verlagerung.
Wer gegen diese Grundsätze in Zukunft verstößt oder ihre
Prioritäten nicht beachtet, wird zwangsläufig von der Natur auf den Topf
gesetzt und bitteres und sehr teures Lehrgeld bezahlen müssen (= 1 Gorbatschow
= 1 Gor, nach ORTLAM 2000). Dies geschah in der Vergangenheit schon oft,
wurde jedoch von den Menschen eigenartigerweise rasch wieder verdrängt. Umso
wichtiger wäre, diese Erkenntnisse in Zukunft zu beherzigen, wie dies leider
allzu spät bei der derzeitigen globalen Finanzkrise geschieht. Das Ende der
menschlichen Innovationskraft und die zunehmende Sozialisierung wird dann den
Untergang der Menschheit einleiten und bewirken. Dabei gilt leider auch hier
der folgende, bekannte Spruch:
„Zwei Dinge sind unendlich: das
Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir nicht
ganz sicher!“
Prof. Dr. Albert
Einstein, Physiker und Nobelpreisträger (1879-1955)
2. Argumentation und Beweisführung
Die Altersdaten zu den nachfolgenden Ausführungen sind alles
Ungefähr-Alterseinstufungen der klassischen Archäologie. Aufgrund der
umfassenden kritischen Arbeiten von Immanuel VELIKOWSKY zur ägyptischen
Chronologie ergeben sich dazu jedoch erhebliche zeitliche Diskrepanzen von
(abschmelzend) etwa 500 Jahren (HEINSOHN 1979).
In den diversen Schilderungen der vorliegenden
Schriftquellen u. a. in der Punt-Halle der Tempelanlage von Deir el-Bahari
(Oberägypten) der ägyptischen Pharaonin Hatschepsut (Regierungszeit = RZ
~1473-1458 v. Chr., 18. Dynastie) und dem Buch „1. Könige 9. 26, 28 und 10.
10-22“ im Alten Testament der Bibel unter dem israelitischen König Salomo (RZ
~970-926 v. Chr.) sind folgende wichtige Ausführungen und Beschreibungen zur
Lokalisierung des Goldlandes der Antike (= Punt und Ophir) sowie der Herkunft
der ägyptisch-arabischen Israeliten von Bedeutung:
- Bedarf
zum Import großer Mengen an Gold, Silber, Zinn (Bronze-Herstellung)
seltenen Edelsteinen (z. B. Rubine, Smaragde) und seltenen, exotischen
Waren (z. B. Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz, Elfenbein, Gewürze z. B. Zimt,
neuartige Tiere z. B. Rhesus-Affen, asiatische Leoparden, exotische Fische
des Indischen Ozeans und Pfauen) aus fremden, weit entfernten Ländern, um
die Bedeutung der beiden Herrscherhäuser Ägyptens und Israels nach außen
und innen zu unterstreichen (= frühe, erste Public Relation zur eigenen
Machtdemonstration).
- Beauftragung
von eigenen oder fremden, seeerfahrenen und schiffbauenden Reedern und
Händlern (u. a. die seeerprobten Phönizier/Seevölker/Kelten, z. B. König
Hiram von Tyrus im Auftrage von König Salomo von Israel, Schwiegersohn des
ägyptisch-libyischen Pharaos Siamun) zur Heranschaffung der kostbaren und
prestigeträchtigen Importwaren, da der Landweg offensichtlich zu
beschwerlich, zu teuer oder wegen zu großer Distanzen gar unmöglich war.
- Unter
der Pharaonin Hatschepsut (RZ ~1473-1458 v. Chr.) waren beide
Seiten des Roten Meeres (= Arabicus Sinus) bereits in ägyptischen Besitz
(z. B. ausgedehnte Eroberungen ihres Vaters Thutmosis I. (verheiratet mit
Achmed) und Ehemannes Thutmosis II. in Vorderasien/Zweistromland, Arabien
mit der wichtigen Weihrauchroute und Nordost-Afrika, Land Kusch =
Sudan/Nubien = Goldland), so dass sowohl die Routen auf See als auch an
Land in die dortigen Länder bis zum Horn von Afrika (u. a. Sudan, Eritrea
Äthiopien, Dchibuti, Somalia mit der heutigen Piraten-Provinz „Puntland“
am Horn von Afrika) auf der Südseite wohl bekannt und entsprechend für den
Handel ausgebaut waren. Die ersten Handelsexpeditionen mit großen,
seegängigen Schiffen (25m x 5m) nach dem sagenhaften Punt fanden
bereits unter dem Pharao Sahure (RZ ~2442-2430 v. Chr., 5. Dynastie)
statt, wie dies auf Reliefs in dessen Totentempel von Abusir schon
dokumentiert ist (JUNGE & SEYBOLD 2002, S. 12). Es ist daher kaum
vorstellbar, dass die i. d. R. 3-jährigen Handelsexpeditionen der
Pharaonin Hatschepsut (beginnend ~1480 v. Chr. unter ihrem Schatzmeister
Nehesi) und ~500 Jahre später von König Salomo das Ziel dieser sehr
nahe liegenden Länder in Afrika gewesen sein soll, wie dies immer
wieder von archäologischer Seite – wiedergegeben in zahlreichen
Publikationen und daraus resultierenden, einschlägigen Fernsehberichten
(u. a. ARTE, ZDF, ARD, PHOENIX) – ausgeführt wird. Das Rote Meer bis zum
heutigen Golf von Aden und dem Horn von Afrika war damals ein
(groß-)ägyptisches Meer, d. h. vom Land Ägypten umgeben. Die weitesten
Distanzen bis zum Horn von Afrika (Somalia = „Geh und melke“ in der
KALIMEDIA-Übersetzung, bekannt als eine klassische Piratenküste, was viele
heutige Reeder einfach nicht wahrhaben wollen) konnten per Schiff in
weniger als sechs Monaten zurückgelegt werden. Von Theben, dem damaligen
Pharaonensitz, wäre eine Handelsreise z. B. nach Eritrea via
Koptos/Nil-Wadi Hammamat-Marsa Gawasis/Rotes Meer in gut 3 Monaten zu bewältigen
gewesen, die großen Handelsexpeditionen unter dem Kapitän Nehesi der
Pharaonin Hatschepsut dauerten dagegen aber alle über 3 Jahre! Das muss ja
dann entsprechende Gründe gehabt haben, die nicht so einfach von der Hand
zu weisen sind. Sicherlich gab es (kürzere) Handelsreisen zum Eintausch
von Weihrauch, Myrrhe, afrikanischen Tieren und geringe Mengen an Gold aus
den Gebieten am Ausgang des Roten Meeres (Jemen/Oman, Eritrea, somalisches
Puntland am Horn von Afrika), die großen Handelsexpeditionen beanspruchten
nach vielen Belegen aber mehrere Jahre.

Abb. 1: Ausschnitt aus der Weltkarte des PTOLOMAIOS
(publiziert erst in 1472) mit der Darstellung des Indischen Ozeans
(„Oppadum/Indicum Pelagus“) mit dem Roten Meer („Arabicus Sinus“ in brauner
Farbe dargestellt!), der Halbinsel Arabien („Arabia Foelix/Deserta“), dem Golf
von Aden („Maribus Busum“ in brauner Farbe dargestellt) und der (Handels-)
Insel Sokotra (= So) im Westen (Pfeil), der Straße von Hormus/Persischem
Golf mit den Flüssen Euphrat und Tigris im Norden sowie der (großen)
Insel Ceylon/Sri Lanka („Taprobane Insula“) und Indien („India“) mit den
Flüssen Indus und Ganges im Osten.
- Die
Handelsroute („Weihrauch-Route“) östlich des Roten Meeres von Gaza über
Petra nach Südarabien (Oman/Jemen = das Reicharabien der Antike) war
ebenso wohlbekannt. Insofern war der Besuch der Königin von Saba („Bilkis“
aus Jemen und Äthiopien) bei König Salomo in Israel recht
naheliegend (etwa 2 Monate Reisezeit), zumal die Israeliten ~1440 v. Chr.
unter dem Pharao Thutmosis III. (RZ ~1458-1426 v. Chr.) wahrscheinlich vom
südarabischen Lande Asir (SALIBI 1985) durch die ganze arabische Halbinsel
(„Arabia Foelix/Deserta“, Abb. 1 und 2) nach Palästina auszogen.
Geographische Doppelnamen im Lande Asir (südliches Saudi-Arabien bis
Nord-Jemen) und in Palästina (dort aber deutlich reduziert) sind bei
entsprechenden (Zwangs-) Umsiedlungen und Auswanderungen in Erinnerung an
die alte Heimat durchaus eine bezeichnende Regel (ORTLAM 1994, S: 104ff)
und ergänzen die grundlegenden und treffenden Ausführungen SALIBI´s
zwanglos. Außerdem weist SALIBI endemische Tier- und Mineralvorkommen im
Lande Asir nach, die nicht in Palästina vorkommen. Dieses Gebiet (Rotes
Meer--Palästina bis zum Euphrat = Arabische Halbinsel) war -- seit den umfangreichen
vorderasiatischen (einschließlich Arabien) und afrikanischen Eroberungen
der Pharaonen Thutmosis I. (RZ ~1527-1506 v. Chr.), Thutmosis II. (RZ
~1506-1473 v. Chr.), Hatschepsut (RZ ~1473-1458 v. Chr.) und Thutmosis
III. (RZ ~1458-1426 v. Chr., Stiefsohn von Hatschepsut) sowie der
Einwanderung bzw. Verbringung der Israeliten unter Jakob/Joseph und seine
Brüder in das südarabisch-ägyptische Gebiet (Bibel, Ex.1.) -- damals im
ausgedehnten Herrschaftsbereich von Groß-Ägypten. Somit lässt sich die
„vierzigjährige“ Reisezeit (vermutlich 40 Mondzyklen, d. h.
40:(365:29,5) = 3,23 Jahre Reisezeit) der Israeliten aus der Bibel
(Ex. 16. 35; Dt. 8. 4) quer durch die Arabische Halbinsel („Arabia
Foelix/Deserta“, Abb. 1) und entlang des Schilfmeeres („Arabicus Sinus“ =
Rotes Meer) unter dem äußerst naturerfahrenen Führer Moses („Senior
Ranger“ in heutiger Zeit) sehr wohl erklären. Die Reise aus Unter-Ägypten
ins gelobte Land durch die Halbinsel Sinai nach Palästina wäre mit weniger
als einem Jahr nämlich zeitlich viel kürzer gewesen. Sie kommt auch aus
geowissenschaftlicher, geographischer und archäologischer Sicht wegen
entsprechend fehlender Hinweise überhaupt nicht in Frage.

Abb. 2: Weltkarte des Bagdader Kalifen AL-MA´MUN (RZ 813-33
n. Chr.). Rezente Kartenrekonstruktion des Institutes für Geschichte der
Arabisch-Islamischen Wissenschaften der Universität Frankfurt/M auf der Basis
der Karte des Zwischenautors IBN FADLALLAH AL-UMARI (1349).
Abb.3:Varietäten des (seltenen) Schrift-Granites mit
natürlicher Auskristallisation von (grauem) Quarz im (weißem oder rotem)
Feldspat mit altertümlichen Schriftbildern (Fotos: Verfasser):
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3a: rechts als allochthones Glazialgeröll von
Skandinavien mit altertümlichem (minäisch-proto-südsemitischem) Schriftbild
(Fundort: Bremen-Nord)
links als allochthones Glazialgeröll (pegmatitische
Ausprägung) von Skandinavien mit altertümlichem
(minäisch-proto-südsemitischem) Schriftbild (Fundort: Langen/Bhv.)
Darunter Vergleich mit einem alten
minäisch-proto-südsemitischen Text von der südlichen Halbinsel Arabien nach
EUTING (1896/1914)
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3b: pegmatitische Ausprägung eines autochthonen
Schrift-Granites mit altertümlichem (ägyptisch-hieratischem) Schriftbild
(Fundort: Nord-Jemen).
Darunter Vergleich mit einem ägyptisch-hieratischen
Text der 12. Dynastie nach BRUNNER (1959)
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3c: Schrift-Granit mit frappierend arabischem Schriftbild
(Maßstab: Höhe 5cm)
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- Herkunft
der ägyptisch-arabischen Israeliten: Bei der (zweimaligen) Übergabe
der „Zehn Gebote Gottes“ auf den beiden (beidseitig lesbaren!) Steintafeln
wird im Alten Testament mehrfach ein klassischer Vulkanausbruch sehr
drastisch und einleuchtend geschildert (Bibel, Ex. 19. 16,18; 2. Mose 19.
16 bis 18 und 20. 18), wie ihn ein Geowissenschaftler nicht besser
beschreiben könnte. Junger, rezenter Vulkanismus (d. h. im Altertum)
gab es aber nach den geologischen Karten nicht im Bereich der
Halbinsel bzw. des Berges Sinai (dieser Berg wird auch nicht in der Bibel
erwähnt!) – schon gar nicht im Granit-Massiv des Moses-Berges (2581m NN)
am Katharinen-Kloster (gegründet erst um 557 n. Chr. von Kaiser
Justinian am Fuß des Dschebel Musa d. h. einem nach Moses später
benannten Berg) --, jedoch vielmehr im Bereich des südlichen Roten
Meeres, nämlich in der Jemen-Afar-Region mit der bekannten örtlichen
Plattentektonik.. Vor allem in den aktiven Vulkan-Bergen des Nord-Jemen,
wo es u. a. einen jungen Vulkan mit dem ungewöhnlichen und bezeichnenden
Namen „Jabal al-Khattarin“(= Katharinen-Berg, ~2200m NN) 25 km südlich der
nordjemenitischen Stadt Sa´dah gibt (KOPP 1993). Dieser könnte mit dem
biblischen Berg Horeb identisch sein, der ebenfalls als aktiver Vulkan im
Alten Testament geschildert (Bibel, Dt. 1. 1-3; Dt..4. 11,12, 15, 33, 36;
Dt. 5. 22-26; Dt. 10. 4) und dort Gott/Jahwe als „verzehrendes Feuer“
beschrieben wird (Bibel, Dt. 4. 24). In dieser Region kommt auch im
dortigen Grundgebirge ein sogenannter Schrift-Granit vor, wie der
Autor bei einer geowissenschaftlichen Jemen-Exkursion im Jahre 1992 nach
einem freundlichen Hinweis seines ehemals dort länger kartierenden
Kollegen Dr. NEUMANN-REDLIN (Bundesanstalt für Geowissenschaften und
Rohstoffe, Hannover) vor Ort in Erfahrung bringen konnte (KRUCK 1980/82).
Bei einem Schrift-Granit sind -- durch eine Spielart der Natur -- die
beiden Minerale (grauer) Quarz und (weißer) Feldspat so eng und quer
miteinander verwachsen sowie schnurartig epitaktisch auskristallisiert
worden, dass sie ein täuschend ähnliches (hieratisch-ägyptisches bzw.
altsemitisches) Schriftbild abgeben (Abb. 3a und b). Normaler Granit zeigt
dagegen ein gleichmäßig körniges und richtungsloses Gefüge seiner
Mineralbestandteile Feldspat, Quarz und Glimmer (Abb. 4). Die Natur lässt
sogar Schriftgranite entstehen, die dem minäisch-südsemitischen, dem
ägyptisch-hieratischen und dem heutigen arabischen Schriftbild sehr nahe
kommen (Abb. 3a, 3b und 3c; BÖHME 2007, Abb. 1). Der in Ägypten in der
späten 18. Dynastie (Thutmosis III. um 1440 v. Chr. oder vielleicht auch
später unter Ramses II. (RZ ~1274-1212 v. Chr., mit 91 Jahren gestorben)
aufgewachsene und ausgebildete – also auch der amtlichen
ägyptisch-hieratischen oder der minäisch-südsemitischen Schrift kundige --
Moses musste nämlich die ihm als Führer anvertrauten und zeitweise
rebellierenden Israeliten zur Vernunft bringen, um seine Mission der
Rückführung der Israeliten ins Gelobte Land nicht zu gefährden. Er setzte
daher auch seine ganze Naturerfahrung als langjähriger Hirte im Gebiet
einer Wüsten-Oase seines damaligen Schwiegervaters Reguel („Jetro“) im
Lande Midian (vermutlich im südlichen Bereich der Arabischen
Steppe/Halbwüste gelegen, Bibel, Ex. 2. 15ff.) und seine dadurch mit
seiner Ehefrau (der Nomadin Zipora) erworbene naturwissenschaftliche Trickkiste
ein (u. a. Manna als wichtiges Grundnahrungsmittel, Wasserschlagen am Fuße
von Berg-/Felsmassiven, die mit Wüstenlack überzogen sind, 4. Mose 20.
7-11), um die Rückführung der Israeliten in das Gelobte Land, wo „Milch
und Honig fließen“, nicht zu gefährden. Da nahezu alle Israeliten als
ägyptische Sklaven schrift- und lese-unkundig waren, war es für ihn sehr
leicht, die (von ihm damals in höchster Not entwickelten) „Zehn
Gebote“ (Tanz um das Goldene Kalb = ägyptischer Stierkult) aus den
(nordjemenitischen) Schrift-Granit-Tafeln -- ein in der Wüste
schalig-abgeplatzter Granit -- im Bereich des Berges Horeb/Katharinen-Berg
aufzusammeln, zu bearbeiten und den Israeliten daraus „abzulesen“ sowie –
mit vollem Erfolg – als belehrende Geschichte „im Auftrage Jahwes zur
Beachtung dieser Zehn Gebote“ zu erläutern. Wohlweislich verbot er seinem
Volk vorher – natürlich im Auftrag des Herrn -- , ihm auf den aktiven
Vulkan-Berg zu folgen (Bibel, Ex. 19. 12), um ungestört entsprechende
Schrift-Granit-Tafeln (nur solche weisen auf beiden Stein-Seiten
ein doppeltes Schriftbild auf!) in dessen Umgebung in Ruhe und Überlegung auszuwählen
(„zwei steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes auf beiden
Seiten“, 2. Mose 31. 18 und 32. 15,16) und zu bearbeiten (2. Mose
34. 1 bis 4), um daraus eine glaubhafte und Erfolg versprechende
Geschichte über die Zehn Gebote entwickeln zu können. Nicht ohne Grund
wurden dann die beiden zweiten Gesetzestafeln -- die ersten beiden
Gesetzestafeln hatte Moses aus Zorn wegen der Verehrung des Goldenen
Kalbes durch die Israeliten zerschmettert (Bibel, Dt. 9. 9-17, 21; Ex. 32.
15,16,19) – mit anscheinend amtlichen ägyptisch-hieratischem oder
auch minäisch-südsemitischem Schriftbild (EUTING 1896/1914), um den
schreib- und lese-unkundigen Israeliten die Einsicht zu verweigern, in die
Bundeslade und diese danach in den Tempel von Jerusalem bzw. Silo
verbracht (Bibel, Dt. 10. 1-5; Ex. 34. 1, 4, 28; Ex. 37. 1-9, Ex 38. 1-7).
Sie wurden später nie mehr wieder öffentlich gezeigt. Warum
wohl, vielleicht weil sie nur ein verräterisches amtlich-ägyptisches
Schriftbild aufwiesen, dessen Geheimnis bewahrt werden sollte?
Interessant ist auch, dass Moses nach der Bibel während seiner weiteren
Reise ins Gelobte Land bis zum Berg Nebo den Inhalt der Gesetzestafeln,
die sanktionslosen Zehn Gebote, immer wieder rezitierte, um sattelfest zu
bleiben. Die Geheimhaltung der Gesetzestafeln gilt auch für deren
(eventuelle) Verbringung nach Aksum (Äthiopien) durch König Menilek I.
(Etna Hakim), dem (angeblich) gemeinsamen Sohn von König Salomo und der
jemenitisch-äthiopischen Königin von Saba (Bilkis-Makeda) im 10
Jahrhundert v. Chr., der dann in Äthiopien nach ihrer Rückkehr geboren
wurde (äthiopische Überlieferung nach JUNGE & SEYBOLD 2002, S. 12/13).
Er war als Nachfolger der Königin von Saba (damaliges Herrschaftsgebiet:
Jemen-Dschibuti-Eritrea-Äthiopien = Weihrauchländer) auch Begründer der
fast drei Jahrtausende währenden Negus-Dynastie in Äthiopien mit dem
letzten Negus Haile Selassie I. (1892-1975). Die Existenz der
jemenitischen, dunkelhäutigen Juden und der äthiopisch-eritreischen,
dunkelhäutigen Juden in den Provinzen Gondar und Tigre auf beiden Seiten
des Roten Meeres, insbesondere vor ihrer Repatriierung nach Israel am Ende
des 20. Jahrhunderts (um 1985), sprechen eine deutliche Sprache. Sie
könnte u. U. auch genetisch erforscht werden, um diese Fallaschen (=
Fremdlinge) als Nachfolger des biblischen Stammes Dan zu identifizieren.
Die Geheimhaltung der Gesetzestafeln in einem Kloster bei Aksum hält heute
noch an.
Als Moses nach „40-jähriger Auswanderzeit“
(wahrscheinlich 40 Mondjahre d. h. 365:29,5 = 12,37 Mondzyklen pro Jahr ergäben
dann 3,23 Jahre Reisezeit) durch die Arabische Steppe/Halbwüste
(aufgrund neuerer paläoklimatischer Erkenntnisse) – zum Schluss durch die Wüste
Pharan (4. Mose 13. 3) und dem Lande Chasso im heutigen Süd-Jordanien -- mit
den Israeliten dann im heutigen westjordanischen Bergland östlich des Jordans
im Moabiterland gegenüber der Stadt Jericho ankam, sah er vom Berg Nebo
(Gebirge Abarim-Pisga, 5. Mose 32. 48-52; 34. 1) aus das vor ihm liegende
Gelobte Land Kanaan und verstarb alsbald im Alter von „120 Jahren“ (Bibel, 5.
Mose 34.), ohne selbst Kanaan/Palästina erreicht zu haben. Eine Auswanderung
der Israeliten aus Unter-Ägypten z. B. von Pi Ramasse via Halbinsel Sinai nach
Kanaan macht sowohl aus zeitlichen (Reisezeit <1 Jahr) als auch
geographischen Gründen (warum ein Umweg nach Osten via Jordanien) wenig Sinn,
zumal Moses die geographischen und logistischen Verhältnisse des heutigen Gebietes
Palästina als Berater des ägyptischen Pharaos durchaus geläufig gewesen sein
dürften. Außerdem gibt es bekanntermaßen bisher keinen einzigen archäologischen
Hinweis oder Beleg – auch nicht aus der Bibel -- für den Durchgang der
Israeliten durch die Halbinsel Sinai (ARTE-TV-Sendung 2009). Als Führer des
israelitischen Volkes ins Gelobte Land konnte Moses nicht einfach blindlings
aufbrechen, sondern hatte sich sicherlich vorher über das Zielgebiet des
Gelobten Landes und die dazu erforderlichen Marschrouten dorthin sicher
ausreichend informiert. Er war eben ein hervorragender Logistiker, Psychologe,
Naturbeobachter und Reiseleiter. Heute hätte er sicher den Rang eines „Senior
Ranger“ erhalten.

Abb. 4: Normaler Granit in vier verschiedene
Varietäten (Fichtelgebirge, Leg.: Steinmetz J. GEORGI, Kulmbach) mit
richtungsloser, körniger Verteilung seiner Mineralbestandteile: Feldspat (weiß
bis rötlich), Quarz (grau) und Glimmer (schwarz), „die vergess´ ich nimmer!“
Maßstab: Länge der Gesteinsunterkante 15cm (Foto: Verfasser).
- Sämtliche
Städte in Unter-Ägypten z. B. Pithon und Pi Ramasse geben bisher – trotz
intensiver Sucharbeiten -- keine archäologischen Hinweise auf eine
Anwesenheit von Israeliten in der 18. Pharaonen-Dynastie (u. a.
ZDF-Sendung Terra X vom 06. 03. 1994) in Afrika.
- Die
Reiserouten nach Osten erfolgten alle über das Rote Meer, den Golf von
Aden, der Insel Sokotra und das Arabische Meer (= nördlicher Indischer
Ozean, Abb. 1 und 2), die man auch als marine Seidenstraße
(hiermit) im Gegensatz zu der bisher bekannten Seidenstraße (= kontinentale
Seidenstraße, hiermit) bezeichnen kann. Der Bereich des Mittelmeeres
kommt als mögliche Fernhandel-Reiseroute wegen des Spektrums der
überwiegend endemischen Importwaren aus Südasien und den mehrjährigen
Reisezeiten keineswegs in Frage. Auch gibt es dazu bisher keine
entsprechenden Hinweise.
- Der
Ausgangspunkt aller (fernöstlicher) Handelsreisen war damals das nördliche
Rote Meer, der Golf von Suez (u. a. Hafenstadt Koptos, Ägypten, mit
intensiven marinen Handelsverbindungen durch das Rote Meer über den
Indischen Ozean (nach STRABO, S. 1139) bzw. den Golf von Aquaba (Israel:
Ezeon-Geber bei Eloth am Schilfmeer = Rotes Meer: Bibel, 2. Chronik 8.
17,18; 1. Könige 9. 26) und nicht die (östliche) Mittelmeerküste.
Bezeichnenderweise gibt es heute noch an der Südspitze der Halbinsel Sinai
bei Sharm el-Sheik ein Gebiet mit dem Namen „Ophira“. Dies könnte
eventuell der Ausgangspunkt für die Handelsreisen ins ferne Land Ophir
gewesen sein, von dem die Handelsflotten König Hiram´s von Tyros -- von
König Salomo von Israel beauftragt -- ihre mehrjährigen Reisen in die
Ferne starteten. König Salomo (RZ ~965-928 v. Chr.), der durch die
Ermordung seines älteren Bruders Adonia nach dem Tode seines Vaters König
David (RZ ~1005-965 v. Chr., verheiratet mit Batseba) die Macht errang,
war seit ~965 v. Chr. mit Tascheri (Zara), der Tochter des
ägyptisch-libyischen Pharaos Siamun (RZ ~979-960 v. Chr., 6. Pharao der
21. Dynastie) verheiratet. Sie erhielt als Mitgift den (heutigen) Bereich
Gaza mit der alten Stadt Gezer übereignet. Aus dieser Verbindung gingen
die beiden Töchter Basemat (* ~963 v. Chr.) und Taphat (* ~960 v. Chr.)
hervor. Bereits König David bezog Handelswaren (u. a. Gold, Silber, Eisen,
Erze, Edelsteine, Rubine, Onyx, Pfauen, Pfeffer,
Sandelholz) aus dem fernen Lande Ophir (1. Chronik 29. 2, 4). Was
waren das damals für friedliche Zeiten zwischen den beiden semitischen
Bruder-Völkern der Araber und der Hebräer! Es wird berichtet, dass König
Salomo Handel mit der alten Hafenstadt Tarsis im heutigen Sri Lanka
(früher: Taprobane-Insula nach PTOLOMAIOS 1472) betrieben habe und
Edelsteine (Rubine, Saphire und Topase) aus dem Bergwerksort Radnapura im
Inselinneren bezog (Phoenix-TV-Sendung „Magische Welten – Sri Lanka“ 2007).
In der Bronzezeit benötigten die damaligen Herrscher jedoch das
(kriegs-)wichtige Metall Zinn, um zusammen mit den einheimischen
Kupfervorkommen nördlich des Golfes von Aquaba die entsprechend härtere
Bronzelegierung zu erschmelzen (~90% Kupfer und ~10% Zinn). Woher jedoch
wurde im zinnarmen Vorderen Orient/Ägypten das kriegsstrategisch wichtige
Zinn bezogen? Jenseits des Indischen Ozeans im Bereich der Straße von
Malakka zwischen der Halbinsel Malaysia im Norden und der Insel Sumatra im
Süden liegen die beiden Inseln Bangka und Billiton, wo der Zinnstein (=
SnO2)
als offen liegendes Strandseifenvorkommen seit dem Altertum bekannt ist,
entsprechend – bis zum heutigen Tage – abgebaut und als wichtiges
Handelsgut u. a. als Grundlage für Bronzelegierungen vertrieben wurde und
wird. Interessant ist nun, dass das archäologisch bekannte Goldland
Srivijaya (= strahlender Sieg; Hanse des Ostens) ebenfalls in dieser
Region (Sumatra = Goldinsel) vorhanden war (später um 1.000 n. Chr.),
wobei die Granitvorkommen in West-Sumatra als Goldbringer für die
Seifenlagerstätten der nach Osten entwässernden Flüsse Sundrai-Indragiri
und Mahat-Batang Hari dienten. In diesem reichen Land der noch heute
matriarchalisch geprägten Minankabao mit weit verbreiteten
Megalith-Bauwerken liegt der Berg Gunung Ophir (2912m NN) etwa
100km NNW von der heutigen Stadt Padang, dessen Name auch einen deutlichen
Hinweis auf das alte Goldland Ophir (Sumatra = Goldinsel) des
Königs Salomo abgibt.
- Die
Reisezeiten waren sehr ausgedehnt und betrugen 2 bis 4 Jahre, i. d. R. 3
Jahre (Bibel, 1. Könige 10. 22, Inschriften im Tempel der Hatschepsut in
Deir el-Bahari, Oberägypten) und belegen weite Fernreisen jenseits
des Indischen Ozeans (Südost-Asien). Auch werden dort Pfahlbauten
abgebildet, die typisch für Südost-Asien (z. B. Indonesien, Malaysia und
Thailand) sind. Insofern kommen dafür näherliegende Länder beiderseits des
Roten Meeres, z. B. Eritrea, Äthiopien, Dschibuti und Somalia, oder gar
der Bereich des Mittelmeeres für diese Langreisen einfach nicht in
Betracht. Es gibt jedoch auch Schilderungen von kürzeren Reisen von 6
Monaten Dauer von Koptas/Nil, dem Wadi Hamamat nach dem Hafen Marsa
Gawasis am Roten Meer nach den bekannten Weihrauchländern am Ausgang des
Roten Meeres (MORONI 2008)
- Die
Seewege im Indischen Ozean waren den asiatischen seefahrenden Völkern (z.
B. den Chinesen, Malaien) seit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. wohl
bekannt (marine Seidenstraße: Japan/China-Malakkastrasse-Ceylon =
Taprobane Insula-Calicut/Vorderindien-Arabisches Meer-Insel
Sokotra-Aden-Rotes Meer/Marsa Ganosis-Landweg durch das Wadi Hammamat nach
Theben/Luxor-Nildeltahäfen-Mittelmeer). Mehr als ein Jahrhundert vor dem
Portugiesen Vasco da Gama (1468-1524 n. Chr.) erkundete auch der
chinesische Marineheerführer Admiral Zheng He (1371-1433 n. Chr.) im
kaiserlichen Auftrag (erster Ming-Kaiser Jongle) ab 1405 n. Chr. mit 7
Groß-Expeditionen (eine Armada von bis zu 150m langen, 9-mastigen
Groß-Dschunken) den gesamten Indischen Ozean (Ceylon, Indien, Arabien,
Persischer Golf, Rotes Meer) bis zum heutigen Mombasa an der Ostküste
Afrikas (ARTE/ZDF-Sendungen).
- Die
Passat-/Monsun-Winde mit ihren halbjahreszeitlich um etwa 180° wechselnden
Windrichtungen des (nördlichen) Indischen Ozeans/Arabischen Meeres waren
den seefahrenden Völkern wohl bekannt, um diese über große Distanzen zum
Segeln für die Hin- und Rückreise zu nutzen, da das Kreuzen gegen den Wind
damals technisch noch nicht möglich war (Fehlen eines Schiffskieles). Das
portugiesische Wort „Monsun“ leitet sich nämlich vom arabischen Wort
„mausin“ (= für die Seefahrt geeignete Jahreszeit) ab (trockener
Nordost-Monsun im Januar und Südwest-Monsun mit Regen im Juli). Daher
die lange Reisezeit von durchschnittlich drei Jahren, wobei noch ein viel
längerer Zeitraum für den umfangreichen Warentausch (Naturalienhandel) zu
berücksichtigen ist, da das Geld damals noch nicht erfunden war. Die
Besegelung der Küste Ostafrikas u. a. bis nach Simbabwe hätte nicht mehr
als ein Jahr gedauert und ist daher kaum plausibel (MOSER 1996), weil sie
handelsmäßig den Ägyptern bereits bekannt war und bereits bedient wurde
(u.a. Schiffsexpeditionen um Afrika von Pharao Thutmosis I. ff. um 1500 v.
Chr.).
- Die
Insel Ceylon/Sri Lanka (= Taprobane Insula nach PTOLOMAIOS, publiziert
1472) war das bedeutendste antike Zentrum beim marinen Ost-West-Handel und
umgekehrt im Indischen Ozean, ähnlich dem heutigen Handelszentrum Singapur
in der Straße von Malakka. Entsprechend (übernatürlich) groß wird Ceylon
in der antiken Weltkarte des PTOLOMAIOS (publiziert: 1472) dargestellt
(Abb. 1). Auch die erst am Ende des 20. Jahrhunderts in der Sarayi Library
in Istanbul rekonstruierte Weltkarte des Bagdader Kalifen AL-MA´MUN (RZ:
813-833 n. Chr.) weist die Inseln Ceylon und Sokotra als bedeutende
Handelstransfer-Stationen aus (Abb. 2).
- Die
Benennung der Insel „Sophala“ als Handelsstation im Indischen Ozean
(Forschungen von Karl MAUCH; Stetten/Baden-Württemberg, im 19. Jahrhundert
mit Hinweisen auf die umfangreichen Goldvorkommen in Simbabwe = Haus der
Steine) deutet auf die heutige Insel Sokotra (Jemen) als wichtige
Fernhandelsstation des Altertums hin. Sie ist die erste Anlaufstation für
die wetterabhängige Überquerung des Indischen Ozeans von Osten nach Westen
mit dem (trockenen) Nordost-Monsun (= heutiger Findlater-Jet der
Ozeanographie, JGOFS 1999) in den Golf von Aden (= Maribus Busum nach
PTOLOMAIOS) und das Rote Meer (= Arabicus Sinus nach PTOLOMAIOS).
Umgekehrt war sie wichtiger Startpunkt für die West-Ost-Überquerung des
nördlichen Indischen Ozeans mit dem (regenreichen) Südost-Monsun, der den
seefahrenden Völkern bereits vor >3500 Jahren bekannt war und für den
marinen Fernhandel im Indischen Ozean genutzt wurde. Außerdem war die
(Sindbad-) Insel Sokotra als Apotheke des Altertums mit ihren endemischen
Pflanzen (u. a. Drachenblutbaum, Dracaena cinnabari; Weihrauch, Boswellia
carteri/sacra, Myrrhe, Comiphora spec.) und Tieren sowie der
Produktion von seltenen Färbe-/Heilmitteln und Parfümen bekannt. Der
Schiffbau der arabischen Dhaus, einer Weiterentwicklung des Wikingerschiffes
und der Hansekogge durch die phönizischen Einflüsse, war außerdem
Voraussetzung zur Besegelung des Indischen Ozeans für den von Sokotra
ausgehenden internationalen Handel (= Seidenstrasse des Meeres).
- Das
Alter der Rundsteinhaus-Ansiedlungen von Simbabwe geht jedoch nach
neuesten Erkenntnissen mit 14C-Datierungen (KIRCHNER´s ZDF-Film
zum Leben von Karl MAUCH 2005) auf das späte Mittelalter (nach 1000 n.
Chr.) zurück. Insofern sind auch die entsprechenden Ausführungen von MOSER
(1996) über die Lage des Goldlandes Ophir in Simbabwe bzw. Afrika (MORONI
2008) erheblich zu relativieren und aus den vorgenannten Gründen
abzulehnen..
- Der
wichtigste Hinweis und Beweis auf die Lokalisation des antiken Goldlandes
ergibt sich jedoch aus dem Spektrum ihres typisch endemischen
Handelsgutes: Silber (Argentum),
Sandelholz (Santalum album), Rhesus-Affen (Macaca
fascicularis bzw. mulatta), Zimtstangen (Cinnamomun spec.),
asiatischer Leopard (Panthera pardus), Pfeffer (Piper
nigrum der indischen Malabarküste), Rubine (Edelsteine/Ceylon)
und Pfauen (Pavo cristatus, Abb. 5) sind eindeutig
endemische Vorkommen aus Vorder- und dem ferneren Hinterindien/Sumatra
sowie Ceylon/Sri Lanka und kommen keineswegs in Afrika vor.
Auch Weihrauch (Boswellia carteri bzw. sacra), Myrrhe (Comiphora
spec.), Gold, Edelsteine (u. a. Rubine, Saphire, Topase),
Elfenbein (vom zähmbaren Indischen Elefanten), exotische Fische des
Indischen Ozeans und zähmbare Affen (Hut-Makaken) deuten auf die
vorgenannte Region hin, aber eben nicht ausschließlich. Es ist bisher
keine Quelle bekannt geworden, dass in der entsprechenden Pharaonenzeit
mit afrikanische (Menschen-) Affen sowie mit Edelsteinen nach Ägypten und
Israel gehandelt wurde, dagegen wurden Gold, Straußenfedern und Elfenbein
vom (wilden) Afrikanischen Elefanten aus dem Lande Kusch (= Sudan) sowie
Paviane vom Horn von Afrika nach Ägypten gehandelt. Dabei stellt der
Strauss ein eindeutig endemisches Element für Afrika dar. Den edlen
asiatischen Pfau (Abb. 5) bekam auch Alexander d. Gr. zum ersten Mal auf
seinem Feldzug nach Nord-Indien zu Gesicht (326 v. Chr.). Er diente in den
Königs- und Kaiserhäusern (z. B. China) sowie der Pharaonen des Altertums
als exquisites Statussymbol und ist auch nach der Gründung von
Alexandria/Nildelta (332 v. Chr.) in den dortigen Bodenmosaiken, im
Kaiserpalast von Peking sowie in Georgien (Kaukasus) verewigt worden.
Ebenso verhält es sich mit dem betörend duftenden und nur in Südasien
beheimateten Sandelholz und
dem (u. a. antiseptisch wirkenden) Weihrauch/Myrrhe von naheliegenden
Reicharabien (Oman/Jemen/Eritrea/Äthiopien = Weihrauch- und Myrrheländer).
Diese Heilwirkung des Weihrauches und der Myrrhe wurde und wird heute noch
bewusst oder unbewusst in Kirchen/Tempeln mit großen Menschenansammlungen
eingesetzt ( z. B. in der Bota fumera/miera (= großes Weihrauchgefäß) in
der Pilgerkirche von Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien), um
Massenepidemien (z. B. Pest, Cholera, Grippe) zu verhindern bzw.
einzudämmen. Selbst die heutige Schulmedizin entdeckt wieder gewisse
positive Heilwirkungen durch den Gebrauch des Weihrauchs z. B. im
rheumatischen und dementischen Formenkreis.
- Das
Goldland Punt bzw. Ophir kann auch aus geowissenschaftlicher Sicht gar
nicht in den afrikanischen Ländern direkt südlich des Roten Meeres (=
Arabicus Sinus nach PTOLOMAIOS) wie z. B. Eritrea, Äthiopien, Dschibuti,
nördliches Somalia angesiedelt werden. In diesen Gebieten besteht nämlich
der möglicherweise erzbringende Festgesteinsuntergrund – mit einigen
örtlichen granitoiden Ausnahmen in Eritrea (z. B. Gasch river) --
überwiegend aus basischen Tiefengesteinen und Vulkaniten (z. B. Basalten)
der plattentektonisch bedingten Afar-Zone, so dass eine
Goldbringer-Funktion dieser basischen Gesteine geochemisch ziemlich
ausgeschlossen ist. Nur saure magmatische Gesteine (z. B. Granite,
Quarzgänge im alten Goldland Srivijaya nördlich und südlich der
Malakka-Straße) und deren Ergussderivate liefern die primären
Goldvorkommen auf unserer Erde (Abb. 6, links), die dann sekundär
in den schwerkraftbedingten, fossilen Seifenlagerstätten in größeren
Mengen (z. B. Nuggets, Abb. 6, rechts) angereichert werden können. Die
Granit-Gebiete im Süden Ägyptens und im Sudan waren daher für die alten
Pharaonen die bedeutendsten Goldlieferanten.
- In
der Tempel-Anlage des Baumeisters und Liebhabers der Pharaonin Hatschepsut
von Deir el-Bahari sind außerdem noch Darstellungen von Pfahlbauten der
großen Punt-Expeditionen der Pharaonin Hatschepsut dokumentiert. Soweit
bekannt kommen solche Pfahlbauten im Umfeld von Afrika (z. B. Rotes Meer)
nicht vor. Pfahlbauten sind jedoch noch heute an den Küsten des östlichen
Indischen Ozeans (Indien, Birma, Thailand, Malaysia, Indonesien) weit
verbreitet. Ein weiterer wichtiger Hinweis auf die großen Reise-Distanzen
mit den entsprechenden Zeitlängen der Punt-Expeditionen der Pharaonin
Hatschepsut.

Abb. 5: Der Pfau (Pavo cristatus), ein südasiatischer
Endemit (= Spezies in ursprünglicher Heimat); männliches Exemplar mit
vollkommenen Federschmuck.
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Abb. 6: Natürliche Gold-Vorkommen:
links als primäre Goldausscheidung in einem
Gangquarz (weiß) eines sauren Magmatits (z. B. Granit)
rechts als Gold-Nugget einer sekundären
Seifen-Lagerstätte (Fundorte: Nordwest-Australien). Eigentum des Verfassers
(Foto: Verfasser).
|

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2. Zusammenfassung der Ergebnisse
Das Land Ägypten hatte im Neuen Reich (18. Dynastie) unter
den Pharaonen Thutmosis I. bis III. und der Pharaonin Hatschepsut durch
Neueroberungen im 16./15. Jahrhundert vor Christus und später unter Ramses II.
im 12. Jahrhundert eine sehr große Ausdehnung über die ganze arabische
Halbinsel bis ins Zweistromland und bis ans Horn von Afrika erlangt, was bisher
in Bezug auf den lokalen Aufenthalt des umgesiedelten und versklavten Volkes
der Israeliten kaum Berücksichtigung fand. Groß-Ägypten (unter Pharao
Thutmosis III., RZ ~1458-1426 v. Chr. und später unter Ramses II. RZ 1267-1212
v. Chr.) beinhaltete damals nämlich auf der afrikanischen Seite den Sudan,
Äthiopien, Eritrea und das Horn von Afrika (heutige Provinz „Puntland“ von
Somalia = „Geh und melke“), auf der asiatischen Seite Palästina, Syrien, die
Halbinsel Arabien (einschließlich Jemen und Oman wegen der bedeutenden
Weihrauchstraße) bis zum Zweistromland. Das Rote Meer war also ein ägyptisches
Meer und diente als Teilstrecke der wohlbekannten Fernhandelsroute („Marine
Seidenstrasse“) durch den Golf von Aden, das Horn von Afrika und der Insel
Sokotra bis nach Südostasien. In die neueroberten Länder wurden unterworfene
Völker (z. B. die Israeliten) zwangsumgesiedelt, wie dies in der Vergangenheit
immer wieder geschah. Auf diese Weise kamen die versklavten Israeliten an die
Südspitze der Arabischen Halbinsel, um dort dem neuen Ägyptischen Großreich mit
der Hauptstadt in (!)Theben zu dienen. Von dort aus traten die Israeliten unter
ihrem Führer Moses, der ja bekanntlich in amtlich-ägyptischen Diensten stand
und hervorragende Kenntnisse von Arabien hatte, die weite Heimreise durch die
Arabische Steppe/Halbwüste und entlang des Roten Meeres ins Gelobte Land an (um
1440 v. Chr. oder später um 1240 v. Chr.). Irgendwelche Hinweise oder Belege
für eine Reise durch die Halbinsel Sinai aus Unter-Ägypten (z. B. der Stadt
Pi-Ramasse) gibt es bis zum heutigen Tage in der Bibel nicht. Außerdem ist der
in der Bibel mehrfach beschriebene Vulkan-Ausbruch auf der Halbinsel Sinai
nicht dokumentiert und schlichtweg aufgrund der heute bekannten geologischen
Gegebenheiten dort nicht zu belegen. Vielmehr sind diese biblischen
Schilderungen im Nord.Jemen anzusiedeln. Es ist außerdem nicht verwunderlich,
dass König Salomo (RZ ~965-930 v. Chr.) deshalb ~500 bzw. ~300 Jahre später mit
der dortigen Königin von Saba (Bilkis-Makeda) direkte Kontakte aufnahm, die
dann zur Gründung des Äthiopischen Kaiserreiches unter Menilek I. führte.
Interessant ist jedoch die Ansicht VELIKOWSKY´s (nach HEINSOHN 1979), der eine
direkte zeitliche Beziehung von König Solomo und der Pharaonin Hatschepsut
(alias Bilkis, Königin von Saba) postuliert. Diese These hat durchaus einen
gewissen Charme, da die Reisen nach Punt und Ophir von beiden Herrschern
ziemlich identisch berichtet werden. Jedoch ist die Beweisführung keineswegs
zwingend, da Salomo bekanntlich die Tochter Tascheri des Pharaos Siamun (6.
Pharao der 21. Dynastie) heiratete und als Mitgift – ausgerechnet -- das
Gaza-Gebiet mit der alten biblisch erwähnten Stadt Gezer erhielt. Die heutige
politische Situation hat sich doch etwas zum Nachteil verändert!
Weitere ~ 450 Jahre später wurden die Israeliten dann unter
babylonischen König Nebukadnezar II. (RZ ~605-562 v. Chr.) im Jahre 587 v. Chr.
abermals besiegt und in die Babylonische Gefangenschaft (~587-539 v. Chr.)
geführt, um nach ~50 Jahren Gefangenschaft wieder vom siegreichen Perserkönig
Kyros II. (RZ ~559-529 v. Chr.) entlassen zu werden: ein Teil der Israeliten
ging zurück ins ehemalige Gelobte Land (= Palästina), ein Teil wanderte über
Persien nach Indien/Kaschmir aus und ein dritter Teil siedelte sich
ausgerechnet an der Südspitze der Arabischen Halbinsel, im heutigen Jemen und
dem Land Asir/Saudiarabien (= ehemaliger Teil des früheren ägyptischen
Großreiches zu Beginn der 18. Dynastie mit den damals umgesiedelten und
versklavten Israeliten!), wieder an, was durchaus Sinn macht. Offensichtlich
gab es noch alte Bezüge zur früheren pharaonischen Skavenzeit. Diese
jemenitischen Israeliten kehrten dann erst am Ende des 20. Jahrhunderts (ab
1985) – zusammen mit den Fallaschen (= Fremdlinge), den äthiopischen,
dunkelhäutigen Juden Afrikas – wieder ins Gelobte Land (= heutiges Israel)
zurück.
Durch die Schilderungen über die Monsun- und Tauschhandel-bedingten,
langen Reisezeiten (>3 Jahre) in das Land Punt bzw. Ophir sowie der
endemischen Handelswaren (Silber, Sandelholz, Zimt, Pfeffer, Pfauen, Makaken,
asiatische Leoparden) – neben Gold, Zinn, Edelsteinen (Rubine, Saphire und
Topase), Myrrhe und Weihrauch sowie exotische Fische und Pfahlbauten -- kommen
nur Länder jenseits des Indischen Ozeans als Handelsländer in Frage. Das Rote
Meer bis zum Horn von Afrika konnte in ein paar Monaten besegelt werden, und
die Besegelung der Ostküste Afrikas hätte maximal bis zu einem Jahr Zeit in
Anspruch genommen. Somit lassen sich für die sagenhaften Länder Punt und Ophir
nur die Insel Sri Lanka, das südliche Vorderindien und noch Hinterindien mit
Birma, Thailand, Malaysia und Indonesien (mit den typischen Pfahlbauten)
identifizieren, wobei Sri Lanka (Taprobane Insula nach PTOLOMAIOS,
publiziert 1472, Abb. 1) als das eigentliche Handelszentrum von
Punt/Ophir (wo es bekanntlich auch Rundhütten gibt) für die ägyptischen
Pharaonen und den israelitischen König Salomo betrachtet werden kann. Dass auf
der Rückreise dann noch endemische Waren (z. B. Weihrauch, Myrrhe und Paviane)
aus dem Umfeld des Roten Meeres (z. B. Dhofar/Oman, Insel Sokotra/Jemen,
Adulis/Kohaito/Eritrea und dem somalischen Puntland am Horn von Afrika) als
Zuladung während der Rückreise aufgenommen wurde, versteht sich aus
logistischen Gründen von selbst. Es müssen jedenfalls zeitlich kürzere
Handelsreisen im Bereich des Roten Meeres bis zum Horn von Afrika (Stichwort:
Weihrauchhandel) und wesentlich längere Handelsexpeditionen jenseits des
Indischen Ozeans in die Länder Punt und Ophir unterschieden werden.
3. Danksagung
Die Firma Capaz G.m.b.H, Oberkirch (Direktor Dr. G. KOCH und
seine Mitarbeiter St. KOCH, J. HUBER und P. NEUHORST) und mein Sohn, Dr. A.
ORTLAM (Rotenburg/W.) unterstützten die Umsetzung der vorstehenden Arbeit ins
Internet. Frau M. STEINBACH (Bremen) und Herr Dr. V. von SECKENDORFF (Würzburg)
gaben Hinweise zum Umfeld von König Salomo bzw. zum Totentempel der Pharaonin
Hatschepsut in Deir el-Bahari (Ober-Ägypten). Herr Prof. Dr. H. KULKE (Kiel)
gab wichtige Hinweise zum alten Goldland Srivijaya im Bereich der Straße von
Malakka (Sumatra/Malaysia;
ARTE.TV-Sendung vom 03. 01. 2009).
4. Literatur
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