Der Zurf
Dieter
Ortlam (Bremen, Copyright)
Das Fest vorbei, der Braten
runter,
Der Abend sexuell noch
bunter,
Die Nacht war kurz, der
Traum war tief
Das Ehepaar im Bette
schlief.
Morgenschimmer liegt im
Zimmer,
Nur verhohlen, nur
verstohlen
Schwebt ein flauer, schwebt
ein blauer
Schwebt ein letzter, ganz
zerfetzter
Dünndarm-Zurf dem Fenster
zu.
Das Gerüchle erregt die
Morgengeister,
bevor es hochgeht auf den
Deister,
Um die frische Luft zu
schnappen
Für die müden Lungenlappen.
Der Zurf entschwebt gequält
ins All,
Dieweil in diesem
Sonderfall,
Ihn ohne weiteres erhellt:
Man hat ihm Kopf und Schwanz
verstellt!
So läuft er auf zu neuen
Taten,
Bis ihn verdaut ein neuer
Braten.
Im Weltengang der Energie,
Mit Gottes Willen ist er
hie.